DG - The Bliss You Miss

PONKOFF CD 029 (2002) – Elektronische Musik. Aufnahmen 1998-2001.

Beschreibung

abstract noise stuff with surreal melodic pieces and a mixed bag of electronics.

all stuff recorded and produced by dg 1998-2001. track 03 composed by 23rd peter.

 

Full album audio

01. random tuna – 6:41

02. jingle – 2:34

03. hipfolk – 3:29

04. loop. – 1:05

05. 3-4-5 hände – 1:44

06. igs – 0:52

07. quick´n´dirty – 0:55

08. looping – 3:43

09. kokakol – 2:17

10. plem – 19:24

11. johnny weißmüller – 1:15

12. been a long time – 2:42

13. frantix (unfinished) – 10:22

14. illigzwo – 5:09

15. zivilian – 5:21

16. sugarcoatee – 4:03

 

Liner notes von DG (2002):

INITIAL FREQ – Der erste Track aus meinem Rechner überhaupt, wohl an die 4 bis 5 Jahre alt. In CoolEdit95 & einem noch viel rudimentäreren Wave-Editor erzeugte Wellenformen vorzugsweise mit viel Verzerrer & Timestretching-Effekten behandelt & in CoolEdit95 aneinandergepappt. Der wahre Rausschmeißer, inspiriert durch weißichwas. Enthält ein Sample von Jan Ulrichs Muttern (“doch, echt?”) & von einem Nachrichtensprecher (“Marburg-Biedenkopf”). Pentium 133Mhz, 32Mb ram.

LOOP – Um die Samples kurz in einem “musikalischen” Kontext zu hören. Samples aus der “Nr.1 Instruments”-CD (www.maz-sound.de) in CoolEdit Pro mit dem “make wonderful music”-Effekt in kleine Lines verwandelt, in selbigem Prog im Multitrack-Fenster arrangiert & gemischt, DirectX-Effekte drüber, fertig. Pentium 133Mhz, 32Mb ram.

RANDOM TUNA – Im uralten Midi-Editor Midisoft Recording Session (Version für Win3.11) erstmal mit der Maus Noten aufs Geratewohl aufs Notenblatt gerotzt, dann kurze Passagen nach Gutdünken herauskopiert & in ein neues Dokument als “Loops” hintereinander geklebt. Anschließend noch verschwindend geringe “harmonische Korrekturen” vorgenommen (hier eine Note gelöscht, da eine hinzu gefügt). Die fertige Midi-Datei nebst einer Gitarren-Soundbank in Audio Compositor geladen & das ganze als wav rendern lassen. Der wav-Datei in Sound Forge 4.5 einen DirectX-Hall übergestülpt. Pentium 133Mhz, 32Mb ram.

JINGLE – “Nr.1 Instruments”-Samples in Little Drummer Boy (sehr einfacher Sample-Sequenzer) geladen, Patterns mit Total Recorder aufgenommen, wafs in CoolEdit Pro geschnitten, Patterns ebenda arrangiert & gemischt. Pentium 133Mhz, 32Mb ram.

3, 4, 5 HÄNDE – Im Rechner erzeugte & bearbeitete Wellenformen in CoolEdit95 übereinandergemischt. Enthält Samples aus Chaplins “Der große Diktator” & irgendwelche Fernsehstimmen. Ach ja: und einen Baß-Drone aus dem alten Polysix. Pentium 133Mhz, 32Mb ram.

IGS – Um die Aufnahmemöglichkeiten der SoundBlaster Live Karte zu testen. Midi-Dingens flugs in Midisoft Recording Session komponiert. Dann jede Instrumentenspur einzeln abgespielt & über die SoudBlaster Live in Echtzeit als wav auf die Fesplatte aufgenommen. Ist schon geschickt: Während die Soundkarte auf ihrem internen Wavetable-Chip die Midi-Stimmen emuliert, kann sie über den Windows-Mischer-Eingang gleichzeitig auch aufnehmen (“was sie hören”-Feature !). Die einzelnen Instrumentenspuren dann in CoolEdit Pro mit Hall versehen & gemischt. Athlon 800Mhz, 128Mb ram.

QUICK’N’DIRTY – Um die Renderingfähigkeiten von Audio Compositor zu testen. Midi kurz in Midisoft Recording Studio komponiert, Datei nebst Gitarren-Soundbank in Audio Compositor geladen. Spuren einzeln gerendert & in CoolEdit Pro mit Hall versehen & gemischt. Die Summe dann noch in Sound Forge 4.5 mit einem Phaser angefettet. Pentium 133Mhz, 32Mb ram.

LOOPING – Aus Samples in Little Drummer Boy kleine Sequenzen gebastelt, diese dann in CoolEdit Pro hintereinander geklebt. Pentium 133Mhz, 32Mb ram.

BIN ALONG TIME NO PIDGIN – Same as QUICK’N’DIRTY, außer Phaser. Pentium 133Mhz, 32Mb ram.

KOKAKOL – Midi-Komposition in Midisoft Recording Session. Rendering in Audio Compositor mit verschiedenen Chören, Mellotron, Klavier & Harfe. Einzelne Spuren in CoolEdit Pro geladen, Hall & Echo drüber, gemischt. Pentium 133Mhz, 32Mb ram.

JOHNNY WEISSMÜLLER MEETS DA NATIVES – Uralte Midi-Komposition (Midisoft Recording Session). Vom Soundkarten-Line-Ausgang mit HiFi-CD-Recorder aufgenommen (BOSS SE70 Effektgerät mit kleinem Hall dazwischengehängt.) CD-Audiotrack Jahre später als wav auf die Fesplatte extrahiert, in CoolEdit Pro geladen, EQ & Dynamikkompression drüber. Im Multitack-Fenster ein Sprachsample (“What a noise !”) aus ner English-Lesson-CD dazugemischt. Pentium 133Mhz, 32Mb ram.

ILLIGZWO – Ebenfalls ne uralte Midi-Komposition. Entstand nach einem ultranervigen & verstörenden Besuch bei mir, es gibt auch noch einen ersten Teil (der entstand WÄHREND des Besuchs). Jahre später: Einzelne Instumentenspuren mit dem SoundBlaster-Trick als wav auf die Festplatte aufgenommen, in CoolEdit Pro bearbeitet (EQ, Dynamikkompression, Hall) und gemischt. Pentium 133Mhz, 32Mb ram / Athlon 800Mhz, 128Mb ram.

PLEM – Midi-Komposition (Midisoft Recording Session), zum Großteil in 2 Nächten verfertigt. Folgt anfangs einem bestimmten Schema: die einzelnen Instrumente spielen wiederholt Patterns unterschiedlicher Länge neben-/übereinander, z.B. spielt das Xylophon ein Pattern, das sich nach 7 Achteln wiederholt, während sich das Klavier nach 11 Achteln wiederholt (oder so in der Art). Alles sehr minimalistisch aber nie atonal. Dieses Konzept wird später zum Teil aufgebrochen und es werden harmonische Akzente gesetzt. Mit CD-Recorder direkt von der Soundkarte aufgenommen. Jahre Später: als wav extrahiert, EQ/Hall/Dynamikkompression drüber. Pentium 133Mhz, 32Mb ram.

FRANTIX UNFINISHED – Sample-Sequenzen aus Little Drummer Boy in CoolEdit Pro zum Teil mit Hall versehen & arrangiert/gemischt. Das Projekt schreit nach Weiterführung. Pentium 133Mhz, 32Mb ram.

ZIVILIAN – Loops aus Reason (ultrafettes virtuelles Studio mit Mischer, Drummy, Sampler, Loop-Player, Analog-Synth, Effekten etc., vorzugsweise zur Tekkno-Produktion, frißt aber jede wav als Sample) in CoolEdit Pro arrangiert & gemischt. Eigentlich unfertig, hab einfach den Anfangsloop als Fadeout hinten dran gehängt. Athlon 800Mhz, 384Mb ram.

 

Liner notes by 23rd Peter (2022):

Die Artist-Compilation-CDs, die in den frühen 2000er Jahren bei PONKOFF MUSIC entstanden, gehen auf die Tradition unserer Artist-Mixtapes der 1990er Jahre zurück. Solche Tapes mit zusammenkopierten Aufnahmen waren damals die einfachste Möglichkeit, sich über neue Aufnahmen auszutauschen. Als Artists dachten wir in den 1990ern nicht in Album-Dimensionen oder an einen größere Verbreitung, sondern stellten eben zusammen, an was man gerade arbeitete oder auch was man gerade in seinem Fundus an Aufnahmen wiederentdeckt hatte. Als ich dann einige Jahre später aus solchen alten Artist-Mixtapes diverse Releases für PONKOFF MUSIC zusammenstellte, machte ich mir keine Gedanken über eventuelle Wiederholungen oder Inkonsistenzen. Track 05 & 16 sind bereits auf PONKOFF CD 014 (DG – ABCDG) erschienen. Track 03 ist möglicherweise komplett von mir und auf dieser CD eher nur irrtümlich enthalten.

 

Cover file

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